Mein Interesse am Gehirn, insbesondere an der Frage „Was ist das Bewusstsein?“, führte mich zur Humanmedizin an der Heinrich-Heine Universität in Düsseldorf. Unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. med. Dr. med. hc. Karl Zilles begann ich mein Studium mit Neuroanatomie, was meine Begeisterung für die Materie weiter anfachte.
Meine Promotion unter der Betreuung von Univ.-Prof. Dr. Gereon R. Fink am Forschungszentrum Jülich ermöglichte mir eine tiefere Erforschung der funktionellen Aspekte des Gehirns mittels funktioneller Magnetresonanztomographie (fMRT). Parallel dazu absolvierte ich Zusatzausbildungen an renommierten Institutionen wie dem University College London – Queen Square, um die Verbindung von Funktion und Struktur des Nervensystems besser zu verstehen und neurologische Ausfallsmuster zu erkennen.
Durch die Zusammenarbeit mit Univ.-Prof. Dr. Lars Timmermann, damals an der Universitätsklinik in Köln, spezialisierte ich mich auf die Diagnostik von Bewegungsstörungen, insbesondere bei der Parkinsonerkrankung, und vertiefte mein Wissen am Max-Planck-Institut für Stoffwechselforschung in Köln unter Prof. Marc Tittgemeyer durch MRT-basierte Analysen der tiefen Hirnkerne.
Neben meiner Expertise in der Behandlung von Bewegungsstörungen, entwickelte ich durch langjährige Tätigkeit in der Elektrodiagnostik an der Universitätsklinik in Köln ein tiefes Verständnis für die Diagnostik und Funktion des peripheren Nervensystems.
Seit 2019 leite ich die neuromuskuläre Ambulanz im Hermann Josef Krankenhaus in Erkelenz, wo mein Schwerpunkt in der Kopplung zwischen Struktur und Funktion sowie der Erkennung spezifischer peripherer Ausfallsmuster liegt.
Mein Ziel
Durch detaillierte Analyse von Funktionsausfällen frühzeitig Erkrankungen zu erkennen und adäquate Therapien einzuleiten. Meine Expertise in der zentralen und peripheren Neurologie hilft dabei, für jeden Patienten die bestmögliche, leitliniengerechte Behandlung zukommen zu lassen.
Werdegang
Abschlüsse und klinischer Werdegang:
- 10/2001-12/2007: Studium der Humanmedizin, Heinrich-Heine Universität Düsseldorf
- 04.12.2007: Staatsexamen Humanmedizin
- 09.01.2008: Approbation
- 04/2008-04/2013: Assistenzärztin für Neurologie, Universitätsklinik Köln
- 05/2013-01/2016: Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Max-Planck Institut für neurologische Forschung, Köln
- 01/2016-03/2017: Assistenzärztin für Psychiatrie, Fachklinik Katzenelnbogen
- 04/2017-06/2019: Oberärztin für Neurologie, Fachklinik Katzenelnbogen, Außenstelle Stiftung Scheuern
- 07/2019-06/2025: Oberärztin für Neurologie, Leitung neuromuskuläre Ambulanz, Hermann-Josef Krankenhaus, Erkelenz, Akademisches Lehrkrankenhaus der RWTH Aachen
Zertifikate:
- 04/2021: EEG-Zertifikat (DGKN)
- 12/2021: EP-Zertifikat (DGKN)
- 10/2011: EMG-Zertifikat (DGKN)
- 07/2014: Ultraschall Zertifikat (DGKN, Re-Zertifizierung, 07/2022)
Wissenschaftliche Karriere:
- 01/2004: Beginn der Promotion
- 01/10/2008: Medizinische Doktorprüfung („Promotion“), Thema: „Steuerung der räumlichen Aufmerksamkeit in der auditorischen Modalität im Vergleich zur visuellen Modalität“ bei Univ.-Prof. Dr. Gereon Fink, Universitätsklinikum Köln
- 09/2011-12/2022: Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Max-Planck Institut für neurologische Forschung, Köln, Arbeitsgruppe „Translational Neurocircuitry“
- 08/17-06/2020: Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Institut für klinische Neurowissenschaften und medizinische Psychologie der Heinrich-Heine Universität
- 12/10/2020: Habilitation im Fachbereich Medizin, Thema: „Die Rolle des Zusammenspiels von Kleinhirn und Basalganglien“ bei Univ.-Prof. Dr. Lars Timmermann, Universitätsklinikum Gießen und Marburg
Klinische Schwerpunkte
- Neuromuskuläre Erkrankungen
- Morbus Parkinson und Bewegungsstörungen
- Demenzen
- Neuroorthopädische Erkrankungen
Ausgewählte Publikationen
Priv.-Doz. Dr. Esther Annegret Pelzer hat in ihrer wissenschaftlichen Karriere zahlreiche bedeutende Beiträge zur Neurologie geliefert. Hier sind einige ausgewählte Publikationen:
- Cerebellar networks with basal ganglia: feasibility for tracking cerebello-pallidal and subthalamo-cerebellar projections in the human brain. The European Journal of Neuroscience.
- Basal ganglia and cerebellar interconnectivity within the human thalamus. Pelzer, E. A., et al. (2016). Brain Structure & Function, 222(1), 381–392.
- Structural differences in impaired verbal fluency in essential tremor patients compared to healthy controls. Pelzer, E. A., et al. (2017). Brain and Behaviour.
- Altered thalamic glucose metabolism in cerebellar projections in Parkinson’s disease. Pelzer, E.A., et al. (2018). Basal Ganglia, 14, 1–7.
- Development of an instrument to measure stress conditions in patients with intellectual disabilities and psychiatric disorders: SEAGB-questionnaire. Pelzer, E.A., et al. (2019). Fortschritte der Neurologie-Psychiatrie. doi: 10.1055/a-0832-8513.
- Axonal degeneration in Parkinson’s disease – Basal ganglia circuitry and D2 receptor availability. Pelzer, E.A., et al. (2019). NeuroImage. Clinical, 23, 101906.
- Hypomania and saccadic changes in Parkinson’s disease: influence of D2 and D3 dopaminergic signalling. Pelzer, E.A., et al. (2020). npj Parkinsons Dis., 6, 5. doi: 10.1038/s41531-019-0107-3
- Probabilistic tractography in the ventrolateral thalamic nucleus: cerebellar and pallidal connections. Pelzer, E. A., et al. (2020). Brain Structure & Function, 225(5), 1685–1689. doi: 10.1007/s00429-020-02076-9
- Classification of symptom-side predominance in idiopathic Parkinson’s disease. Feis, D. L., et al. (2015). Npj Parkinson’s Disease, 1, 15018.
- Dopamine substitution alters effective connectivity of cortical prefrontal, premotor, and motor regions during complex bimanual finger movements in Parkinson’s disease. Nettersheim, F.S., et al. (2019). Neuroimage, 190, 118-32. doi: 10.1016/j.neuroimage.2018.04.030.
- Clustering of Parkinson subtypes reveals strong influence of DRD2 polymorphism and gender. Pelzer, E.A., et al. (2022). Scientific reports, 12(1), 1-6.
